31 x 21 cm
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127 x 97 cm
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42 x 29,5 cm
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31 x 21 cm
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31 x 21 cm
31 x 21 cm
 31 x 21 cm
 31 x 21 cm
1/14
31 x 21 cm
2/14
31 x 21 cm
3/14
127 x 97 cm
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8/14
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9/14
31 x 21 cm
10/14
42 x 29,5 cm
11/14
31 x 21 cm
12/14
31 x 21 cm
13/14
31 x 21 cm
14/14
31 x 21 cm

weit fort

Es gibt eine umfangreiche Sammlung von Schwarz-Weiß-Fotografien vom Mars, Ergebnis systematischer Erfassung, sachlicher Bestandaufnahme zum Zwecke der Wissenschaft, sie sind von betörender Schönheit. Beim Spaziergang durch einen winterlichen Wald sah ich im Licht der tief stehenden Sonne plötzlich ähnliche Landschaften, ähnliche Furchen, Erhebungen, Schlagschatten, Gebirgszüge, Täler, Schluchten. Ich entdeckte in den von Schlaglicht getroffenen Oberflächen der Baumstämme die Landschaften vom Mars wieder, in den Schrunden, dem Aufgeplatzten, Vernarbungen. Selbst Krater und Spuren vermeintlicher Einschläge ließen sich finden. Ich verlor mich darin, kehrte mit der Kamera zurück, ging mit ihr sehr nah ran und war sogleich sehr weit fort. Das Gesehene tauchte an meinem Zeichentisch wieder auf, zusammen mit dem Gedanken, wie sehr diese Bilder des Gewordenen den Bildern des Gemachten und Verursachten (Angerichteten) gleichen, die unaufhörlich auf uns einstürzen.   »Die Erde, die wir jetzt von außen sehen können. Da hängt sie. Da wohne ich (der Weltraum)«, schrieb Inger Christensen 1990  in ihrem Text »Mysterium der Realitäten« .

  • 2014/2015
  • Pastellkreide auf Papier
  • Fotos: Nikolaus Brade